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Was wäre wenn dieses Jahr anders aussähe?

  • Autorenbild: Karin
    Karin
  • 3. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Was wäre, wenn du dieses Jahr nicht mit einem wasserdichten Plan für Erfolg oder einer Strategie zur Vermeidung von Enttäuschungen beginnen würdest?

Was wäre, wenn du dir stattdessen eine andere Verpflichtung geben würdest: dir selbst mit Mitgefühl zu begegnen, egal was sich entfaltet?


Was wäre, wenn du innehieltest, um zu erkunden, was wirklich in deiner inneren Welt geschieht?


Der Drang, dich zu verändern, kommt oft von alten Wunden oder verinnerlichten Botschaften.

Schwierige Situationen in der Gegenwart spiegeln häufig frühere Erfahrungen wider.

Was sich im Außen zeigt – deine Reaktionen, deine Muster, deine Abwehrmechanismen – ist oft eine Bewältigungsstrategie, die dich davor schützen soll, einen tieferen Schmerz zu fühlen.


Wenn wir das „Warum" hinter unseren Mustern ohne Urteil verstehen, schaffen wir Raum für authentische Veränderung statt für Vermeidungsstrategien oder künstliches Verhalten.

Die Wunden, die wir tragen, sind keine Probleme, die gelöst werden müssen. Sie sind Geschichten, die danach fragen, gehört, verstanden und mit Mitgefühl gehalten zu werden.

Wie wäre es, wirklich zuzuhören?


Vielleicht lautet die Frage also nicht „Was sollte ich dieses Jahr erreichen?", sondern vielmehr „Was trage ich in mir, das ich bereit bin, mit mehr Mitgefühl zu verstehen?"


Selbstmitgefühl und Verständnis sind wie ein Balsam, der unsere Heilungsintelligenz aktiviert.


Aber warum ist es so schwer, dir das selbst zu geben?


Wenn du mit tiefen Wunden oder schmerzhaften Erfahrungen konfrontiert bist, kann dein Nervensystem überflutet werden – gefangen in Kampf, Flucht, Erstarrung oder Shutdown. In diesen Zuständen gehen die Teile deines Gehirns, die für Reflexion, Perspektive und Selbstmitgefühl zuständig sind, buchstäblich offline. Du kannst nicht rational denken, weil die denkenden Teile nicht vollständig zugänglich sind.


Hier wird eine andere Person essentiell. Eine regulierte, mitfühlende Präsenz an deiner Seite – ein Therapeut, ein vertrauter Freund, ein Coach oder ein Heilpraktiker – bietet ihr Nervensystem als Anker an. Ihre Ruhe signalisiert deinem Körper: „Du bist nicht allein damit. Es ist sicher genug, das zu fühlen." Ihre Anwesenheit schafft einen Container, der stark genug ist, um das zu halten, was allein unerträglich erscheint.


Die Einladung

Der Mut liegt nicht darin, es alleine zu tun. Der Mut liegt darin, dir zu erlauben, gesehen zu werden, gehalten zu werden, die Ko-Regulation zu empfangen, die dein Nervensystem schon immer gebraucht hat.

Das ist kein Scheitern der Unabhängigkeit – es ist die Verletzlichkeit als tiefgreifende Basis für Heilung und das Tor nach Hause zu dir selbst.




 
 
 

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